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Gliobastome/Astrozytome WHO III

Anaplastische Astrozytome III

Standardtherapie des anaplastischen Astrozytoms sind Resektion oder Biopsie, gefolgt von der Strahlentherapie der erweiterten Tumorregion. Chemotherapie ist beim anaplastischen Astrozytom wirksam, aber der optimale Zeitpunkt der Chemotherapie ist ungewiss. Die 5-Jahres-Überlebensraten liegen dennoch bei lediglich 31%. Standardtherapie der anaplastischen oligodendroglialen Tumoren bleibt die alleinige Strahlentherapie, wenngleich die primäre Chemotherapie, am ehesten nach dem PCV-Schema oder mit Temozolomid, vermutlich ähnlich wirksam ist. Die primäre Kombination von Strahlentherapie und Chemotherapie ist nicht indiziert. In der molekularen Pathologie der Gliome steht mit der Bestimmung von Deletionen der Chromosomenarme 1 p und 19q oder Nachweis von Allelverlusten ein Marker zur Verfügung, der prognostische Information über den klinischen Verlauf bei Patienten mit oligodendroglialen und oligoastrozytären Gliomen gibt. In retrospektiven Untersuchungen und in den prospektiven Analysen der RTOG-Studie 94-02 und der EORTC-Studie 26951 war der Verlust genetischen Materials auf 1 p und 19q bei Patienten mit anaplastischen Oligodendrogliomen und anaplastischen Oligoastrozytomen mit längerer progressionsfreier und gesamter Überlebenszeit assoziiert.

 

Glioblastom

Standardtherapie des Glioblastoms sind Resektion oder Biopsie, gefolgt von der Strahlentherapie der erweiterten Tumorregion und der begleitenden sowie adjuvanten Chemotherapie mit Temozolomid. Temozolomid verlängerte die mediane Überlebenszeit von 12,1 Monate auf 14,6 Monate.  Dennoch liegt die 5-Jahres-Überlensrate bei lediglich 3%. Der klinische Benefit einer systemischen Chemotherapie in Bezug auf die Verlängerung des Gesamtüberlebens ist demnach als marginal anzusehen. Lediglich Patienten mit Glioblastomen, die eine Methylierung des O6-Methylguanin-DNA-Methyltransferase (MGMT)-Gens aufweisen, profitierten von der zusätzlichen Chemotherapie mit Temozolomid. Im Rezidiv sollte auf individueller Basis die Indikation zu Reoperation, Chemotherapie oder erneuter Strahlentherapie geprüft werden. Eine Metaanalyse verschiedener Phase-II-Rezidivstudien ergab ein mittleres progressionsfreies Intervall von 11 Wochen und ein progressionsfreies Überlebennach 6 Monaten von 21%.

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