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Kolonkarzinom

Bei Low-Risk-pT1-Karzinomen soll eine komplette endoskopische oder lokale chirurgische Entfernung erfolgen. Grundlage für die Indikation zur adjuvanten Therapie nach Tumorresektion ist die pathohistologische Stadienbestimmung, insbesondere die Bestimmung des pN-Status. Für Patienten mit einem kurativ resezierten Kolonkarzinom im Stadium I ist eine adjuvante Therapie nicht indiziert. Bei Patienten mit einem kurativ resezierten Kolonkarzinom im Stadium II liegt der absolute Nutzen einer adjuvanten Therapie absolut zwischen 2 – 5%. In Studien bei Patienten mit einem Kolonkarzinom im Stadium II fand sich kein signifikanter Überlebensvorteil durch eine postoperative adjuvante Chemotherapie. Für die adjuvante Chemotherapie des Kolonkarzinoms im Stadium III soll eine Oxaliplatin-haltige Therapie eingesetzt werden. Durch die Kombination aus 5-FU und Folinsäure konnte in mehreren randomisierten Studien eine signifikante Senkung der Rezidivrate sowie des Gesamtüberlebens gezeigt werden.  Bei Kontraindikationen gegen Oxaliplatin-haltige Regime soll eine Monotherapie mit Fluoropyrimidinen durchgeführt werden.

 

Beim synchron metastasierten Rektumkarzinom gibt es keine Standardempfehlung zum therapeutischen Vorgehen. Die Prognose der Erkrankung wird im Regelfall durch die systemische Metastasierung bestimmt. Bei R0-resektablen Metastasen sollte primär die Operation angestrebt werden.  Durch systemische chemotherapeutische, leitliniengerechte Therapiemaßnahmen wurde zwar teilweise eine Verlängerung der medianen Überlebenszeit (bis 23 Monate) erzielt, jedoch konnte die 5-Jahres-Überlebensrate nicht deutlich gesteigert werden. Bei einer Analyse von über 20.000 Kolonkarzinompatienten ergab sich ein Prozentsatz von lediglich 1.8% der chemotherapeutisch behandelten Patienten, die auf Grund der Chemotherapie 5-Jahre überlebt haben. Demgegenüber stehen die mit einer Chemotherapie einhergehenden nicht unerheblichen Nebenwirkungen, die den allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten negativ beeinflussen und zu einer weiteren Verminderung der Lebensqualität führen können.

 

In der Zweit- und Drittlinientherapie ergab die Kombination mit Cetuximab keine deutliche Verbesserung hinsichtlich des Gesamtüberlebens. Dabei sollten nur  Patienten mit einem Wildtyp-k-ras-exprimierenden Tumor Cetuximab erhalten.

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