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Lunge

NSCL:

Mittels der chirurgischen Verfahren ist die Prognose nur im Stadium T1 N0 befriedigend (75% 5-Jahres-Überlebensrate). Bereits im Stadium Ib erleiden mehr als 40% ein Tumorrezidiv.

 

Im Stadium IIIb/IV liegt die mediane Überlebenszeit nach operativer Resektion bei etwa 8-12 Monaten, die 5-Jahres-Überlebensrate bei ca. 9%. Dies allein verdeutlicht die prekäre Situation im Behandlungskonzept der Lungenkarzinome. Mit konventionellen Behandlungsverfahren ist demnach weder eine nennenswerte Lebensverlängerung (laut onkologischer Leitlinie ist der lebensverlängernde Effekt marginal) noch eine substantielle Verbesserung des klinischen Zustandes erzielbar bei gleichzeitiger Beeinträchtigung der Lebensqualität des Patienten durch die nicht unerheblichen Nebenwirkungen. Laut den onkologischen Leitlinien sollten nach R0-Resektion und systematischer Lymphknotendissektion lediglich Patienten im Stadium II bzw. IIIA1/IIIA2 in gutem Allgemeinzustand eine adjuvante Chemotherapie erhalten. Für Patienten, bei denen ein Stadium IIIB komplett reseziert worden ist, gibt es keine klare Evidenzlage zur Indikation einer adjuvanten Chemotherapie. Auch eine alleinige Radiotherapie führt im Stadium III im Hinblick auf das Überleben zu unbefriedigenden Ergebnissen (Median ca. 10 Monate; 5-Jahres-Rate < 5%). Das therapeutische Ziel der Strahlentherapie bei Knochenmetastasen ist einerseits die Schmerzbekämpfung, andererseits die Verbesserung der Stabilität des Knochens durch Rekalzifizierung. Die Therapie mit Bisphosphonaten stellt eine wichtige Ergänzung für Patienten mit Knochenmetastasen dar speziell bezogen auf die reduzierte Inzidenz von pathologischen Frakturen, Spinalkanalkompression und Hyperkalzämie.

 

Zu den Targettherapien wird in den Leitlinien folgendes angegeben:

Im Stadium IIIB ergab die Gefitinib-Erhaltungstherapie nach Chemo- Strahlen- und Konsolidierungschemotherapie im Vergleich gegen Placebo keinen Vorteil; eine Interimsanalyse zeigte einen ungünstigen Effekt von Gefitinib mit einer Dosierung von 250 mg/Tag bezüglich des Überlebens. Die Kombination einer Zweifach-Chemotherapie mit einer Therapie mit den oralen Tyrosinkinasehemmern Erlotinib oder Gefitinib zeigte keinen Vorteil hinsichtlich Ansprechen,

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