StartseiteDer Verein und seine ZieleKrebs und ImmuntherapieDie BehandlungWissenschaftlichesDC - StudienImpressum

 

 

 

Es dauerte weitere 2 Jahre, bis die konkurrierenden Gruppen dies akzeptierten (und als eigene Befunde publizierten), und bis Ende der 90er Jahre, bis die durch diese Entdeckung ermöglichte Anwendung der Dendritischen Zellen zu ersten Ergebnissen beibei experimentellen Tumorstudien führte. Heute erscheinen Jahr für Jahr bis zu tausend wissenschaftliche Arbeiten, die die „monocyte-derived dendritic cell“ zum Forschungsinhalt haben.

 

Ein weiterer Vorwurf besagte, daß Vorläufer der dendritischen Zellen sich als stabile Subpopulationen unter den Monozyten verbergen könnten und eine Herkunft aus Monozyten nur vortäuschten. Peters setzte dieser nie belegten Alternative die These der Plastizität von Monozyten entgegen.

 

Das Konzept der Plastizität von Monozyten hat zu bedeutenden Implikationen geführt: Zum  ersten Mal war mit der Göttinger Entdeckung gezeigt worden, daß aus Monozyten nicht nur Makrophagen entstehen können. Heute ist die Entstehung von Osteoklasten und Mikroglia aus Monozyten oder ihren Vorläufern gesichert, die von Endothelien und follikulären dendritischen Zellen wahrscheinlich; und therapeutische Bedeutung erlangen gegenwärtig immunsuppressive und regenerative Zellen, die aus Monozyten gezüchtet werden. Damit hat sich die These der Plastizität von Monozyten letztlich durchgesetzt.

 

Während andere die dendritischen Zellen weiter durch Reinigung zu gewinnen suchten, begründete die Peters’sche Gruppe also den Weg der Ontogenese, der Züchtung aus den Vorstufen.

 

Ende der 90er Jahre gründete der Arzt Dr. Thomas Neßelhut gemeinsam mit Prof. Peters als Ausgründung der Universität Göttingen die DC-Gesellschaft am Institut für Tumortherapie, um die aktuellen Erkenntnisse mit den schon bekannten Impftechniken gegen Tumoren zu kombinieren.

 

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | ... | 16