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Leukapherese und Elutriation


Um eine ausreichende Anzahl an Monozyten zu gewinnen, müssen beim oben beschriebenen Standardverfahren zwischen 100 und 200 ml Vollblut entnommen werden. Die Menge reicht für die Herstellung einer Impfdosis (Vakzine), so dass sieben Tage vor jeder Impfung - so lange dauert die Herstellung der Dendritischen Zellen in der Zellkultur - erneut Blut abgenommen werden muss.


Zur Gewinnung größerer Mengen an Zellen kann aber auch stattdessen eine Blutwäsche (Leukapherese) durchgeführt werden. Mit diesem Verfahren können mit einem Mal große Mengen von Leukozyten (vor allem Monozyten) für mehrere Impfungen gewonnen werden. Sie stellt also eine Alternative zu den wiederholten Einzelabnahmen dar.


Die Leukapherese ist eine Art Blutwäsche, bei der der Spender für mehrere Stunden an eine Apparatur angeschlossen wird, die aus seinem Blut die gewünschten Zellen gewinnt, während die anderen Blutbestandteile ihm wieder zurückgegeben werden.


Damit werden große Mengen der gewünschten weißen Blutkörperchen aus dem Blut gewonnen bei minimalem Verlust der anderen Blutbestandteile (Serum und vor allem rote Blutkörperchen).
An die Leukapherese wird dann im hochreinen Labor ein weiteres Zentrifugationsverfahren (Elutriation) angeschlossen, das die Zellen weiter aufreinigt, bevor sie in die Kultur genommen werden.
Natürliche Killerzellen erfordern von vornherein größere Zellzahlen, so daß hier die Leukapherese die vorrangige Gewinnungsart ist.


Die gewonnenen Zellen werden aufgeteilt, wobei eine Einzelmenge auch sofort in die Kultur genommen wird. Die anderen Mengen werden tiefgefroren und später für weitere Vakzinierungen (Impfungen) zur Anlegung der Zellkultur aufgetaut.

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