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Beladen (Priming)


Eine noch wirksamere Variante stellt die Beladung (engl. „priming“) der Dendritischen Zellen mit Material der körpereigen Krebszellen dar.

Zur Gewinnung von körpereigenen Tumorzellen wird frisches Tumorgewebe direkt bei der Operation gewonnen, abgetötet und tief gefroren (bei -80°C gelagert). Gelegentlich wird auch Aszites- (Bauchhöhle)  bzw. Pleuraflüssigkeit (Brusthöhle) verwendet.


Das Gewebe sollte gekühlt und steril an das Institut gesendet werden.
Aus diesen Zellen wird danach ein zellulärer Impfstoff hergestellt, welcher das Immunsystem speziell gegen den Tumor aktivieren kann. Die durch das Tumorzellen-Material „geschulten“ Dendritischen Zellen werden als Impfung in den Körper zurückgegeben. Über Blut- und Lymphbahnen gelangen die Dendritischen Zellen in die Lymphknoten und die Milz, um dort eine Immunantwort in Gang zu setzen. Wie auch bei anderen Impfungen, wird man diese in Abständen wiederholen. Die Zellvakzinierungen erfolgen im Abstand von etwa 4 Wochen.


Bei bekannten Tumorantigenen (wie z. B. beim Melanom, Prostata- und Kolonkarzinom) kann darüber hinaus das „Peptid-priming“ eingesetzt werden. Hierfür muß aber vorab bei dem Patienten eine HLA-Typisierung durchgeführt werden.

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