StartseiteDer Verein und seine ZieleKrebs und ImmuntherapieDie BehandlungWissenschaftlichesDC - StudienImpressum


Ablauf der Behandlung mit Dendritischen Zellen


Nach einer Vorbesprechung wird dem Patienten zu jeder Impfung Blut entnommen, um Dendritische Zellen zu gewinnen.


Dendritische Zellen werden aus den Monozyten (einer Untergruppe der weißen Blutkörperchen) des peripheren Blutes von Patienten hergestellt. Um eine ausreichende Anzahl an Monozyten zu gewinnen, müssen zwischen 120 und 200 ml Vollblut entnommen werden. Die Menge reicht für die Herstellung einer Impfung (Vakzine), so dass sieben Tage vor jeder Impfung - so lange dauert die Herstellung der Dendritischen Zellen - erneut Blut abgenommen werden muss.


Aus dem Blut des Patienten werden die Monozyten isoliert, welche Vorläuferzellen der Dendritischen Zellen sind, und innerhalb von sieben Tagen in einer Zellkultur zu Dendritischen Zellen entwickelt. Diese werden dann etwa sieben Tage nach der Blutentnahme in Form einer Impfung (durch Injektion in die Haut am Oberarm, intravenös oder direkt in den Tumor) dem Körper wieder zugeführt.


Etwa nach zwei bis vier Stunden reagiert der Körper möglicherweise mit einem leichten Fieberschub, wie bei einer Grippe oder Erkältung. In der Regel vergeht dieses Gefühl nach einigen Stunden.
Die Blutentnahme und die nach sieben Tagen erfolgende Impfung werden zunächst viermal im Abstand von vier Wochen durchgeführt.


Schon allein diese Impfung ist wirkungsvoll und regt die körpereigene Krebsabwehr an. Die auf diese Weise durchgeführten Behandlungen haben gezeigt, daß diese naiv (engl. „unprimed“) gespritzten Dendritischen Zellen schon eine spezifische Immunantwort hervorrufen können. Die Wirksamkeit erklärt sich durch die Annahme, daß die Dendritischen Zellen Bestandteile des Tumors (Tumor-Antigene) aus dem Körper aufnehmen und diese dem Immunsystem zu präsentieren.

1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7