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Dendritische Zellen sind vielseitige Zellen und erfüllen nacheinander verschiedene entscheidende Aufgaben. Sie sind primär die Botschafter des Immunsystems, indem sie, fast überall im Körper auf Lauer liegend, das Fremde erkennen und binden. Danach lösen sie sich aus dem Gewebeverband und wandern über die Lymphbahnen in die Lymphknoten. Dendritische Zellen des Blutes wandern in die Milz. In jedem Fall bringen sie ihre neue Information, das entdeckte Antigen, mit.

 

In den Immunorganen strecken die Botschafter ihre Fortsätze zur Oberflächenvergrößerung wieder aus und lassen sich von den vielen dort wartenden Lymphozyten abtasten: Lymphozyten gehören zu den beweglichsten Zellen unseres Organismus und wandern auf der wieder stark vergrößerten Oberfläche der Dendritischen Zellen entlang, um sie nach dem Antigen abzutasten. Denn hier wird gleichzeitig die "Spezifität" verwirklicht: Nur solche Lymphozyten, die mit ihren vorgefertigten Rezeptor gerade das eingebrachte Antigen auch erkennen, bleiben an der Dendritischen Zelle haften und werden in der Folge von ihr stimuliert.

 

Jetzt verwandeln sich die Botschafter in Kommandeure. Die spezifisch selektierten Lymphozyten werden nun durch Aktivierungssignale stimuliert. Sie vermehren sich auch noch massiv, bis sie dann freigesetzt werden und in den gesamten Körper ausschwärmen, um dort den Gegner aufzuspüren und abzutöten.

 

Eines der Wunder dieser komplexen Kaskade ist, daß die ausschwärmenden Lymphozyten die Information der "Spezifität" tragen, das heißt, sie haben die Fähigkeit, den Gegner unter vielen anderen Zellen zu erkennen.

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